S. Fischer Verlag, 316 Seiten, August 2023
Klappentext:
„Im Hamburger Marschland lebt ums Jahr 1580 Abelke Bleken. Sie führt allein einen Hof, trotzt Jahreszeiten und Gezeiten. Und sie versucht, sich gegen ihre Nachbarn zu behaupten, in einer Zeit, die für unabhängige Frauen lebensgefährlich ist. Fast fünfhundert Jahre später zieht Britta Stoever mit ihrem Mann und ihren Kindern in die Marschlandschaft. Ihre Arbeit als Geografin hat sie für die Familie aufgegeben, das neue Zuhause ist ihr noch fremd. Sie unternimmt lange Spaziergänge durch die karge Landschaft, beobachtet die Natur und lernt, in Bracks und Deichlinien die Spuren der Vergangenheit zu lesen. Dabei stößt Britta auf das Leben der Abelke, auf Ausgrenzungen und Ungerechtigkeiten, die beängstigend aktuell sind. Fasziniert taucht sie tiefer und tiefer ein – und merkt, wie viel sie im Leben der anderen Frau über sich selbst erfährt.“
2 Frauen – 500 Jahre unterschied. Jarka Kubsova erzählt sehr eindringlich einerseits das Schicksal von Abelke Bleken, einer Bäuerin die 1585 im Raum Hamburg gelebt hat und als Hexe verurteilt und verbrannt wurde. Andererseits das Leben von Britta, die mit ihrer Familie in dasselbe Dorf zieht, dort jedoch nie wirklich ankommt und immer mehr ihr Leben und ihre Entscheidungen in Frage stellt. Ein absolut großartiger Roman, mit starken weiblichen Charakteren und unglaublich schönen Naturbeschreibungen!

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